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Rohkost

 

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Rohkost stellt die natürlichste Nahrung des Menschen überhaupt dar. Mit Sicherheit ist dies für viele Menschen genau der richtige Weg, um gesund zu bleiben oder Gesundheit wieder zu erlangen. Schauen wir uns im Tierreich um. Da wird gefressen, was die Natur gerade anbietet. Kein Tier kocht, brät, röstet oder verarbeitet in irgendeiner Form seine Nahrung.

Rohkost und Rohkostqualität sind allerdings keine geschützten Begriffe. Es gibt unterschiedliche Definitionen dafür. Unter den Rohköstlern wird diese Form der Ernährung auch als Urkost bezeichnet. Es gehen die Meinungen auseinander, was sich roh nennen darf. Schließlich ist auch eine fermentative Veränderung wie beispielsweise beim Sauerkraut eine biologische Veränderung des ursprünglichen Lebensmittels.

Wenn Lebensmittel erhitzt werden, sind sie nicht mehr roh. Die schonende Trocknung von Früchten und Gemüse oder daraus hergestellten Gerichten stellt eine Art der Konservierung dar. Deshalb sind Trockenfrüchte so lange haltbar. Während der fruchteigene Zuckeranteil steigt, gehen einige Vitamine und Aromen verloren. Die Gesamtheit der Vitalstoffe verändert sich gegenüber dem rohen Zustand.

Etwas anders verhält es sich mit dem Eiweiß. Dieses kann durchaus Temperaturen bis um die 40° C vertragen. Eine roh zubereitete Speise, die leicht erwärmt wird (Körpertemperatur) darf sich also noch roh nennen.

Jeder kennt das: Fieber über 40° C wird als lebensbedrohlich bezeichnet, steigt es über 43° C stirbt der Mensch. Das Eiweiß wird fest, es denaturiert.

Proteine sind die Grundbausteine des Lebens. Essen wir sie ausschließlich in denaturierter Form hat das schädigende Auswirkungen auf die Gesundheit.

Eine Vitalkost, die konsequent roh gestaltet wird, sollte abwechslungsreich sein und möglichst in Bioqualität auf den Teller kommen. Wer meint  mit „Gurke, Möhre, Apfel und Banane“ auszukommen, läuft Gefahr, sich einseitig zu ernähren. Damit kommt es zu Mangelerscheinungen, die ja oft den Vegetariern zugeschrieben werden. Zur Rohkost gehören deshalb auch Nüsse, Saaten, Sprossen, Getreide, sowie Wild- und Küchenkräuter.

Wer seine Ernährung auf Rohkost umstellen will, sollte es, um Verdauungsprobleme zu vermeiden, langsam angehen. Ernährungsumstellung bedeutet auch Lebensumstellung. Deshalb scheuen sich viele davor, obwohl sie instinktiv wissen, dass die „andere“ Ernährung gesünder als Kochkost ist. Auch Geist und Seele brauchen ihre „Verdauungszeit“ für  diese Umstellung. Nicht nur körperlicher „Müll“, der durch die Aktivierung des Stoffwechsels entsorgt wird, auch geistig-seelische Veränderungen können gerade in der Anfangszeit zu Verschlimmerungen von Symptomen führen. Auch „Entgiftungserscheinungen“ können auftreten. Hier heißt es durchhalten und ggfs. mit Maßnahmen wie Kneipen, Bewegung usw. den Körper unterstützen. Schon nach kurzer Zeit werden Sie merken: Energie und Leistungsfähigkeit gepaart mit einem klaren Geist machen Lust auf mehr und so können Sie den Anteil der Rohkost je nach Befinden eigenverantwortlich erhöhen. Die Geschmacksnerven verändern sich in dieser Zeit recht schnell. Haben Sie nicht das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen, ist die Umstellung auf eine vitalstoffreiche Kost gelungen.

Unsere Gesellschaft unterlag in den letzten zwei Jahrhunderten starken wirtschaftlichen, kulturellen und sozial-gesellschaftlichen Veränderungen, so dass gekochte und konservierte Speisen in den Vordergrund rückten und die rohe Nahrung vernachlässigt wurde. Es hieß, eine warme Mahlzeit am Tag brauche der Mensch. Heute haben sich die Ernährungsgewohnheiten zu Ungunsten der Gesundheit so verschoben, dass es heißt, wenigstens einmal am Tag sollte Frischkost gegessen werden. Zum Beispiel das rohe Getreidefrühstück, vielen bekannt als Müsli, wird durch Fertigmüslis ersetzt und ist nicht mehr roh und lebendig.

Unerhitzte Nahrung, also Rohkost ist noch immer unser wichtigstes Lebensmittel.

Nur wer sich lebendig ernährt, bleibt auch selbst lebendig.

 

Der Unterschied zwischen Lebens- und Nahrungsmittel:

Lebensmittel sind Mittel zum Leben, d. h. sie sind lebendig und in der Lage, uns gesund am Leben zu erhalten. Frische und Verderblichkeit sind kennzeichnend.

Nahrungsmittel dienen dazu, uns zu nähren. Oftmals enthalten sie nur wenig oder keine Vitalstoffe mehr, statt dessen Eiweiß, Fett, Zucker – auch “leere” Kalorien genannt. In der Fabrik verarbeitet oder in Food-Laboren hergestellt, mit Geschmacksstoffen und Vitaminen wieder aufgepeppt, sind sie meist lange haltbar.

Biologische Rohkost ist nicht immer und überall für jeden durchführbar. Lassen Sie sich dadurch nicht entmutigen. Wenn die Basis, ich will es „Grundgesundheit“ nennen, wieder hergestellt ist, verkraftet der Körper lukullische Ausflüge leicht. Außerdem ist die Leber das größte Entgiftungsorgan unseres Körpers. Es ist immer noch besser lebendige Nahrung zu essen – auch wenn sie konventionell angebaut ist – und damit reichlich Vitalstoffe zu sich zu nehmen, die wiederum den Stoffwechsel günstig beeinflussen, als maschinell gefertigte „Hungerstillungsmittel“, denen bestenfalls Vitamine Mineralien und Aromen zugesetzt wurden.

Jeder sollte frei nach seinem eigenen Gesundheitszustand entscheiden, wie viel Frischkost er täglich zu sich nehmen will.

Rohkost ist Heilkost. Jede Pflanze beinhaltet alle natürlichen Stoffe in ausgewogener Kombination untereinander. Mit Rohkost können Krankheiten verhindert, zum Stillstand gebracht oder geheilt werden.

„Eure Nahrung soll euer Heilmittel und eure Heilmittel soll eure Nahrung sein.“
Hippokrates (um 460 bis 370 v. Chr.)

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