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Aloe Vera

 

Aloe Vera – die Wüstenlilie

Schon in der Antike wurde diese außergewöhnliche Pflanze wegen ihrer vielseitigen Wirkungsweise auf Geist und Körper sehr geschätzt. Ihr Gel steht für Schönheit, Gesundheit und Lebenskraft. Das Blattmark der wohl bekanntesten und nährstoffreichsten Aloe Vera Art, der Aloe Barbadensis Miller, auch Königin der Heilpflanzen genannt, enthält eine Vielzahl von heilenden Substanzen, die schnell verderblich sind, ist ein Blatt erst einmal geerntet und angeschnitten.

aloe-wild Es gibt weltweit ca. 300 Aloe-Arten die offiziell verzeichnet sind. Sie wächst an freucht-warmen Standorten. Temperaturen unter 5°C verträgt sie meist nicht. Nachweislich verfügt die Aloe Vera Barbadensis Miller über etwa 180 Vitalstoffe und hat somit die beste Wirkung auf den menschlichen Organismus. Dazu zählen die Vitamine A, E, Provitamin A, C, B1, B2, B3 (Niacin), B6, B11 (Folsäure), B12. Hinzu kommen Mineralien wie Kalium, Magnesium, Kalzium, Natrium, Schwefel, Phosphor und Chlor. Spurenelemente sind Zink, Eisen, Mangan, Cobalt, Kupfer, Jod, Selen, Fluor, Molybdän. Auch Essentielle Fettsäuren, Aminosäuren, Enzyme, Saponine sowie Mono- und Polysaccharide sind vorhanden.

Die Aloe ist ein Liliengewächs. Sie wird oftmals mit der Agave verwechselt. Sie wächst als Staude mit einem kurzen Stamm, der erst bei großen Pflanzen richtig sichtbar wird, auf sandigen mineralischen Böden. Die fleischigen Blätter sind graugrün, manchmal mit weißen Sprenkeln, mit einer wachsartigen Schicht überzogen und an den Rändern gezähnt. In ihrem Inneren befindet sich das wertvolle weißlich bis durchsichtige Blattgel. Die Blattrosette richtet sich während langer Trockenperioden auf, während sie flach auseinander liegen, wenn viel Wasser vorhanden ist und aufgenommen werden soll. Die Aloe Vera blüht mit einem verzweigten Blütenstand mit gelben traubenartigen Blüten, der bis zu 100 cm hoch werden kann. Sie bildet viele kleine Wurzelschößlinge. Nach ca. 3 – 4 Jahren können die ersten Blätter vom Ansatz her abgetrennt werden. Es sollten mind. 6 – 8 Blätter verbleiben, damit die Pflanze über Jahre hinweg genutzt werden kann. Damit die Gel-Wirkstoffe noch aktiv sind, muss die Verarbeitung der geernteten Blätter innerhalb von 6 Stunden erfolgen. Wird ein Blatt abgetrennt, tritt vor allem am unteren Ende ein gelber Saft aus. Dieses bittere Sekret (Aloin) wird an der Außenhaut gebildet und schützt die Pflanzen vor Schädlingen. Es wirkt abführend, wird z. T. medizinisch und in der Lebensmittelindustrie genutzt.

Das Blattinnere besteht zum größten Teil aus Wasser. Die einzigartige Heilwirkung der Aloe entsteht aus der Kombination der vorgenannten Inhaltsstoffe. Dadurch wird das Wasser im Gel gebunden. Streicht man es auf die Haut erhält man einen Feuchtigkeitsfilm, der z. B. auch Wunden vor dem Austrocknen schützt. Gleichzeitig gelangen so die für den Heilungsprozess wichtigen Stoffe nach innen und können dort von innen heraus ihre Wirkung entfalten. Bakterien haben keine Chance. aloe-blatt_0

Oftmals erwähnt: der besondere Stoff Acemannan, auch bekannt aus der Ginseng-Wurzel oder Shitake-Pilzen. In den Zellmembranen eingelagert, wirkt er auf den ganzen Organismus immunstärkend.

Als Bio-Stimulator wird die Aloe heute nicht nur in der Kosmetikindustrie und Medizin eingesetzt, sondern auch innerlich angewendet.

Sie ist ein absolutes Multitalent. Hier einige Beispiele für die Anwendung:

  • als Immunstimmulanz, entweder ganz frisch oder in Form von Trinkgel
  • bei Haut- und Haarerkrankungen (Sonnenbrand, Brand-, Schnittwunden, Geschwüre, Akne, usw.)
  • in der Sportmedizin (Zerrungen, Verstauchungen, Prellungen)
  • bei Allergien, zahlreichen Erkrankungen des Bewegungsapparates, in der Krebs- /Strahlen-
    therapie, bei Beschwerden der Atemwege, in der Zahnpflege/Mundhygiene
  • bei psychischen Beschwerden (Angst, Stress, Nervosität, Depressionen, gestörter Schlaf),
  • bei Hämorrhoiden, zur Pilzbehandlung (z. B. in Form von Gelzäpfchen)

Anbau, Qualität und Verarbeitung der Aloe Vera Pflanzen sind wichtige Qualitätsmerkmale. Das Blattgel sollte ohne Anwendung von Druck und Temperatur, also kalt verarbeitet sein, d. h. nicht über 40° C erhitzt oder pasteurisiert sein. Es sollte nicht gefriergetrocknet und nicht aus Konzentrat hergestellt sein. Dies hat seinen besonderen Grund: 1986 haben die Forscher Grindlay und Reynolds bewiesen, dass die heilende Wirkung der Aloe Vera nur im Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe eintritt. Wird das Aloe Gel erhitzt, eingedampft, gefiltert oder gefriergetrocknet gehen wichtige Vitalstoffe verloren und die Wirkung wird erheblich abgeschwächt.

Für meine Rezepte verwende ich entweder frische Aloe oder Aloe Vera Gel, das den vorgenannten Richtlinien entspricht. Dieses Gel stammt von Pflanzen aus Anbau ohne Einsatz von Chemikalien. Es ist eines der reinsten auf dem Markt erhältlichen Aloe Vera Gele. Aloe Vera macht Speisen bekömmlich und regt Verdauung und Stoffwechsel an. Aber nicht nur die gesundheitsfördernden Eigenschaften der Aloe macht sie als Zutat so einzigartig. So bekommen z. B. durch Zugabe von Aloe Gel Soßen, Dressings, Desserts eine wunderbar geschmeidige Konsistenz. Das eigene Aroma wird hervorgehoben.

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